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oikos.earth*haltestelle: (…-)*
bilderzyklus 1 – 30 + 1


oikos1earth
intro


Von allen Lebewesen auf diesem Planeten unterscheidet uns, daß wir die einzigen sind, die von den gefährlichen, für das menschliche Auge unsichtbaren Kleinstpartikeln wissen, insbesondere Covid19, das sich in Aerosolen2 durch die Lüfte verbreitet. Aerosole sind seit der Coronapandemie buchstäblich in aller Munde.
Mit dem oikos-Projekt habe ich ein Frischluftfenster zum biosphärischen Wahrnehmungsraum geöffnet, dieses über den Zeitraum der Lockdown-Intervalle 2020*21 aufgezeichnet und bis heute weiterentwickelt: fokus. Das künstlerische Forschungsprojekt oikos legt den Fokus auf den Zustand der Biosphäre3 in Zeiten des Klimawandels4: „...alles Leben auf diesem Planeten ist von der Photosynthese abhängig...“.5 Blütenpollen lassen sich – wie andere Kleinstpartikel auch – in Aerosolen gleich einer Mikro-Raumkapsel durch die Lüfte transportieren. In der Klimaforschung werden Aerosole als Basis und Auslöser für die Wolkenbildung6 erforscht. Mit der Dimension der Wälder wächst in Relation dazu der Einfluss auf das Klima und die sich herausbildenden Wetterphänomene.7

In der Wald8-Atmosphäre9 sind es Terpene2, die Einluss nehmen auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit respektive das Klima. Terpene sind sekundäre Aerosole – flüchtige Substanzen mit eigenem Duft, die ausschliesslich im Wald oder als ätherisches Öl über den ältesten menschlichen Orientierungssinn nasal wahrnehmbar sind.

Zum Beispiel eröffnet der Duft von Nadelgehölzen ein Zeitfenster von ca. 300 Mio. Jahren. Diese sensorischen Wahrnehmungsräume sind erlebbar und generieren Synergien nach der Methode: Shinrin-Yoku – die Kunst und Wissenschaft vom Luftbaden in Waldatmosphäre.10

Auf oikos.earth bildet ein Atlas das Entré, der in Form von biosphärischen Momentaufnahmen als visuelle Inspiration eine Zeitreise in den planetarischen Lebensraum eröffnet: Einatmen – Ausatmen – in Aufmerksamkeit11 auf das Zeitfenster, durch das der Blick für die Biosphäre und ihre temporär erlebbaren Wald-Klima-Wahrnehmungsräume sensibilisiert wird. Der Atlas auf oikos.earth eröffnet eine visuelle Ebene, auf der Momentaufnahmen, gesteuert durch einen zufälligen Algorithmus, aufscheinen: Bildsequenzen der von mir aufgezeichneten Einzelbilder – mit diversen Schärferelationen und Fokussen – werden immer wieder neu kombiniert: Jahreszeiten, Wetter, Tageszeiten und (visuell erahnbare) Temperaturen erscheinen in einem luftigen Nebeneinander und laden ein zu einer individuellen Erkundungstour.

installation – sensorische intervention: Neben dem Atlas ist der bildzyklus 1 – 30 + 1 als bildgebende Installation zu sehen – eine sensorische Intervention unter dem fortgeschriebenen Projekttitel oikos.earth*haltestelle: (...–)*. Als oikos -Auftakt sind unter dem Titel biosphere zwei oikos -Papierobjekte entstanden – zu sehen sind ein Baum aus der Froschperspektive mit dem eigens dafür entwickelten oikos-Schriftzug , und ein weisses Papierobjekt, beide zusammengeknüllt im Maß der Weltkugel in Bild 1 des bildzyklus 1 – 30 + 1. Der oikos -Doppelbildzyklus bildet ein aktivierendes poetisches Narrativ, in dem die Biosphäre ansichtig wird via 30 + 1 Bildkompositionen, die sich in jeweilig pointierten Titelfortschreibungen konkretisieren, auflösen, nachhallen, um Wahrnehmungs-(Denk-)Räume zu eröffnen, zu erahnen, zu ersinnen. In der Doppelbildanordnung zeigt das linke Bild durchgängig im bildzyklus 1 – 30 + 1 das von mir entwickelte oikos- Logo in einer Baumkrone aus der Froschperspektive, während auf der rechten Seite ein stetiger Bildwechsel stattfindet und dadurch ein filmisches Moment entsteht. Von den Bildtiteln steigen zirkulär die Bild- und Denkräume auf: Biosphäre – Wolke – Pollen in Pflanzenblüten, darunter:
bild 13 oikos.earth*haltestelle: cirrus floccus prunus
bild 14 oikos.earth*haltestelle: cumulus radiatus helianthus annuus
bild 15 oikos.earth*haltestelle: cumulus fibratus ranunculus acris
bild 16 oikos.earth*haltestelle: cumulus translucidus calendulus
bild 22 oikos.earth*haltestelle: cumulus translucidus origanum
bild 30 oikos.earth*haltestelle: regenbogen* (rot+orange+gelb+grün+blau+indigo+violet)
bild 31 zeigt die Bushaltestelle dorfstrasse ehrenmal: das durchsichtige Glaswartehäuschen im 1970er-Jahre-Design mit Durchblick auf das Mahnmal –.
Oikos12 Earth13 Haltestelle14: Biosphäre15.


1 oikos (altgr. οἶκος) 
„(...) ökonomie und okölogie kommen beide aus dem griechischen wort oikos (...)“. infotext-partikel* zitiert nach: Alt, Franz. Der Klima-Appell des Dalai-Lama an die Welt, mit Franz Alt – Schützt unsere Umwelt. Benevento Elsbethen 2020, S. 98

oikos = haus (d)
“(…) diese lebenspraktische öffnung macht das wesen der kunst des „öko“ aus (…). die wurzel „öko“ wird hier in ihrer ursprünglichen griechischen bedeutung verstanden: oikos, das heißt haus, häusliches gut, habitat, natürliches umfeld.“ infotext-partikel* zitiert nach: Guattari, Felix. Les trois écologies. Éditions Galilée, Paris 1989.  Deutsche Ausgabe: Die drei Ökologien. Passagen forum. Hrsg. Peter Engelmann, Passagen Verlag 1994, S. 49 u. S. 74  Anm.11

haus
„(...) unser haus steht in flammen. (...) die lösung der klimakrise ist die grösste und komplexeste herausforderung, vor die der homo sapiens je gestellt war (...). wir müssen unsere treibhausgasemissionen stoppen.(...)“. infotext-partikel* zitiert nach: Greta Thunbergs Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos am 25. Januar 2019, in: Thunberg, Greta. Ich will, dass ihr in Panik geratet. Meine Reden zum Klimaschutz. Fischer Frankfurt am Main, 6. Auflage 2019, S. 43-48

2 aerosole
„(...) sind in form flüssiger oder fester schwebeteilchen in der atmosphäre an der wolkenbildung beteiligt. natürliche aerosole sind mineralstaub, salzkristalle über dem meer, biologische aerosole sind pollen, bakterien, sporen, viren** und vulkanische sulfataerosole. bäume emittieren terpene (...) die zur bildung von wolkenkeimen führen können (...)“. infotext-partikel* zitiert nach: Brönnimann, Stefan. Klimatologie. 1. Auflage, Haupt Bern, CH 2018, S. 58 [**in das Zitat eingefügt mit Zustimmung von Prof. Dr. Stefan Brönnimann – in Korrespondenz mit A.M. am 12.07.2021]

3 biosphäre (gr. bios = leben, gr. sphaira = kugel)
„(...) die biosphäre, das leben auf der erde, ist teil des klimasystems (...) und steht somit insbesondere mit der atmosphäre (...) sowie der pedosphäre (boden) in intensiver wechselwirkung. (...) grundbausteine des lebens sind, jeweils aus organisch-chemischen verbindungen zusammengesetzt, zellen, gewebe und organe. (...) von sehr primitiven lebensformen (z.B. viren, einzeller) abgesehen, lässt sich die biosphäre in pflanzen (vegetation = flora), tiere (fauna) und menschen (teil der biosphäre bzw. separat anthroposphäre) einteilen (...) “. infotext-partikel* zitiert nach: Schönwiese, Christian-Dietrich. Klimatologie, 5. Auflage, Verlag Eugen Ulmer Stuttgart 2020, S. 257-258

biosphäre
„(…) alle existenz ist nur selbstoffenbarung einer wesentlichen natur (…)“. infotext-partikel* zitiert nach: Schelling, Friedrich Wilhelm Josef. Aphorismen über die Naturphilosophie. Philosophische Bibliothek, Felix Meiner Verlag, Hamburg 2018, S. 66/VII. Erstveröffentlichung 1806: Aphorismen über die Naturphilosophie. Der Naturphilosophie Erster oder allgemeiner Theil. (Beschluss), in: Jahrbücher der Medicin als Wissenschaft, Bd.II, H.2 (1806), S. 3-36

biosphäre
„(...) ohne die heute rund 20.000 Bienenarten (…) gäbe es weder eine Kirschblüte in Japan noch eine Apfelblüte in Hamburgs Altem Land und auch keine Blumenwiesen (...)”. infotext-partikel* zitiert nach: Eitner, Kerstin und Katja Morgenthaler. Die Bienen. Eine Liebeserklärung. greenpeace magazin edition, Hamburg 2015, S.7

biosphäre
„(...) wie (…) vögel balancierten wir auf unseren ästen (…) die bäume waren ein menschenleben alt (…) für millionen von menschen waren (…) seine großen, leuchtendenden augen, die in einen blauen himmel schauten, nur mit einem einzigen wort verbunden (…): hoffnung.” infotext-partikel* zitiert nach: Lunde, Maja. Bienes Historie. H. Aschehoug & Co., Oslo 2015. Deutschsprachige Ausgabe: Lunde, Maja. Die Geschichte der Bienen. btb Random House GmbH, München 2017, S. 7, S. 508

biosphäre
„(...) wir können etwas anfangen, weil wir anfänge und damit anfänger*innen sind (…).” infotext-partikel* zitiert nach: Arendt, Hannah. The Freedom to be free, in: Thinking without a Banister: Essays in Understanding, Vol.11, Schocken Books New York 2018. Deutsche Erstausgabe: Arendt, Hannah. Die Freiheit, frei zu sein. Mit einem Nachwort von Thomas Meyer. dtv Verlagsgruppe, München 2018, S. 37 [Essay von H.A. für ihr 1963 vorgelegtes Buch On Revolution verfasst] (dt. Übers. v. A.M.)

biosphäre
„(...) ´sie (die pflanzen und tiere) sind, was wir waren (…)´. nie habe ich so intensiv die erde berührt (…).” infotext-partikel* zitiert nach: Han, Byung-Chul. Lob der Erde. Eine Reise in den Garten. Mit Illustrationen von Isabella Gresser. Ullstein Verlag, Berlin 2018, S. 66 ff. (integriert von B.-C.H. zitiert nach: Friedrich Schiller.`Über das Glück´)

biosphäre
„(...) die nächste revolution: nachhaltigkeit (…).” infotext-partikel*zitiert nach: Medows, Donella mit Jørgen Randers und Dennis Meadows. Limits to Growth – The 30-Year Update. Chelsea Green Publishing Company, White River Junstion, Vermont USA 2004. Deutsche Erstausgabe: Grenzen des Wachstums – Das 30-Jahre-Update. Signal zum Kurswechsel. 2006. 6. Auflage mit einem Geleitwort von Ernst Ulrich von Weizsäcker, Ehrenpräsident des Club of Rome. S. Hirzel Verlag Stuttgart 2020, S. 279-294

biosphäre
„(...) zukünftige bildung ist werteorientiert. werte repräsentieren die weisheit aus jahrhunderten (…).” infotext-partikel*zitiert nach: Wir sind dran. Was wir ändern müssen, wenn wir bleiben wollen. Club of Rome: Der grosse Bericht erstellt für das 50-jährige Bestehen des Club of Rome 2018. Ernst Ulrich von Weizsäcker und Anders Wijkman u.a. Erstausgabe Güthersloher Verlagshaus, Gütersloh 2017. Zweitausgabe Pantheon Random House GmbH, München 2019, S. 372 fff.

biosphäre
„(...) meistens bin ich im hörsaal an der universität, um botanik und ökologie darzulegen – (und) versuche, in kürze, meinen student*innen zu erklären, wie ´skywoman’s´ gärten, die einigen bekannt sind als `globale ökosysteme´,  funktionieren (…).” infotext-partikel*zitiert nach: Kimmerer, Robin W.: Braiding Sweetgrass. Indigenous Wisdom, Scientific Knowledge and the Teaching of Plants. First published by Milkweed Editions 2013. Published in Penguin Books Random House UK, London 2020, S. 6 (dt. Übers. v. A.M.)

4 klimawandel
„(...) eine temperaturerhöhung um mehrere grad (...) wird mit sicherheit einschneidende folgen für die biosphäre haben (...)“. infotext-partikel* zitiert nach: Rahmstorf, Stefan, und Hans-Joachim Schellnhuber. Der Klimawandel: Diagnose, Prognose, Therapie. 8., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage, Originalausgabe. C.H. Beck München 2018, S. 72
Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) www.pik-potsdam.de

klimawandel
„(...) die verlorene co2-absorption durch viehzuchtbedingte entwaldung (...), wo regenwälder sonst mindestens 200 tonnen co2 pro hektar speichern. wo der wald durch mäßig degradiertes grasland ersetzt wird, sinkt dieser wert auf 8 tonnen. (...)“. infotext-partikel* zitiert nach: Foer, Jonathan Safran. Wir sind das Klima! Wie wir unseren Planeten schon beim Frühstück retten können. Kiepenheuer & Witsch, 3. Auflage, Köln 2019, S. 271

klimawandel
„(...) ruß ist für das klima wirklich gefährlich (…) ruß besteht aus partikeln, die sonnenlicht absorbieren, dann wird diese wärme direkt in die luft ausgestrahlt (…) er legt sich auf (arktische) schnee- und eisflächen, und lässt sie schneller schmelzen (...)”. infotext-partikel* zitiert nach: Mark Jacobson, Leiter des Atmosphären-Energie-Programms, Stanford University, in: Sea Blind – Umweltkatastrophe auf den Weltmeeren.  Dokumentarfilm von Sarah Robertson und Bernice Notenboom, WDR 2017

klimawandel
„(...) ein solcher green new deal verbindet die idee der gerechtigkeit mit der idee der bekämpfung des klimawandels (…).” infotext-partikel* zitiert nach: Klein, Naomi. How to Change Everything. The Young Human’s Guide to Protecting the Planet and Each Other. Atheneum Books, New York 2021. Deutschsprachige Ausgabe: Klein, Naomi. How to Change Everything. Wie wir alles ändern können und die Zukunft retten. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2021, S. 213

klimawandel
„(...) in wirklichkeit ist eine regeneration unserer ackerböden und wälder das effizienteste mittel zur bekämpfung der erderwärmung.(…).” infotext-partikel* zitiert nach: Pelluchon, Corine. Les Lumières à l’âge du vivant, © Editions du Seuil 2021. Deutschsprachige Ausgabe: Pelluchon, Corine. Das Zeitalter des Lebendigen. Eine neue Philosophie der Aufklärung. wbg Academic, Darmstadt 2021, S. 153

5 photosynthese
„(...) photosynthese (altgriechisch φῶς phō̂s, deutsch ‚licht' und σύνθεσις sýnthesis, deutsch ‚zusammensetzung', auch fotosynthese geschrieben) ist ein physiologischer prozess zur erzeugung von energiereichen biomolekülen aus energieärmeren stoffen mithilfe von lichtenergie. sie wird von pflanzen, algen und manchen bakterien betrieben. (...)“. infotext-partikel* zitiert nach: wikipedia

photosynthese
„(...) alles leben auf diesem planeten ist von der photosynthese abhängig (...)“. infotext-partikel* zitiert nach: Francis Hallé, Biologe u. Botaniker, in: Il était une forêt, Dokumentarfilm von Luc Jacquet, (F) 2013

6 wolke
„(...) eine wolke ist eine ansammlung aus winzigen partikeln aus wassertröpfchen oder eisteilchen, die zudem salzkristalle, pollen, rauch oder staubteilchen enthalten kann (...)“. infotext-partikel* zitiert nach: Hamblin, Richard. Welche Wolke ist das? Franck-Kosmos Stuttgart 2009, S. 155

7 wetter
„(...) als "wetter" wird der physikalische zustand der atmosphäre zu einem bestimmten zeitpunkt (...) an einem bestimmten ort (...) bezeichnet (...)“. infotext-partikel* zitiert nach: Wetter und Klima - Deutscher Wetterdienst - Glossar – Wetter. www.dwd.de

wetter
„(...) je grösser wälder aber sind, desto mehr beeinflussen sie das klima und damit auch das wetter (...)“. infotext-partikel* zitiert nach: Otto, Friederike, Wütendes Wetter. Auf der Suche nach den Schuldigen für Hitzewellen, Hochwasser und Stürme. Unter Mitarbeit von Benjamin von Brackel. Ullstein Berlin 2019, S. 81

8 wald
„(...) alle lebensformen wie pilze, bakterien, pflanzen und tiere müssen vorhanden sein, um einen echten wald zu bilden. grosse pflanzen bilden das gerüst eines waldes. die bäume allein definieren nicht den begriff wald: (...) er ist ein netz von beziehungen zwischen verschiedenen lebewesen. (...)“. infotext-partikel* zitiert nach: Francis Hallé, Biologe u. Botaniker, in: Il était une forêt, Dokumentarfilm von Luc Jacquet, (F) 2013

wald
„(...) bäume kommunizieren miteinander, bäume umsorgen und pflegen liebevoll ihren nachwuchs, alte und kranke nachbarn; bäume haben empfindungen, gefühle, ein gedächtnis (...)“. infotext-partikel* zitiert nach: Wohlleben, Peter. Das geheime Leben der Bäume. Ludwig Verlag, München 2015

wald
„(...) das mykorrhiza-netzwerk – „wood wide web“ = „waldinternet“ – verläuft dicht unter der oberfläche des waldbodens (...) die baumwurzelsysteme sind das gedächtnis des waldes (...)“. infotext-partikel* zitiert nach: Suzanne Simard, Forstwissenschaftlerin mit Kolleg*innen der University of British Columbia Canada und Peter Wohlleben, Förster, in: Intelligente Bäume. Dokumentarfilm von Julia Dordel und Guido Tölke, 2017

wald
„(...) die sich bewegende wolke verschwindet, und ich rieche das aroma von dem pilz (…).” infotext-partikel* zitiert nach: Lowenhaupt Tsing, Anna. The Mushroom at the End of the World. On the Possibility of Life in Capitalist Ruins. Princeton University Press, Princeton and Oxford 2015, Prologue. Autum Aroma 1, S. 7, S. 290 Anm. 7., S. 291 Anm.10. zitiert nach: Okamura Toshihisa. Matsutake no bunkashi [the cultural history of Matsutake], Tokyo: Yama to Keikokusha, 2005 (dt. Übers. v. A.M.)

wald
„(...) in einer hand voll erde stecken mehr lebewesen als es menschen auf dem planeten gibt (...) wenn wir die natur schützen, schützen wir uns selber (...)“. infotext-partikel* zitiert nach: Peter Wohlleben, in: Das geheime Leben der Bäume. Dokumentarfilm von Jörg Adolph, 2020

wald
„(...) der wald ist bereits >entwickelt<, der wald ist leben.(...)“. infotext-partikel* zitiert nach: Franco Viteri, Anführer der Sarayaku, Ecuador, in: Klein, Naomi. Die Entscheidung. Kapitalismus vs. Klima. S. Fischer, Frankfurt am Main 2015, S. 466

wald
„(...) vor 22 jahren bedeckten wälder ein viertel der landoberfläche der welt, heute nur noch ein fünftel. in weiteren 22 jahren, im jahre 2000, wird vorraussichtlich nur noch ein sechstel der landfläche von wäldern bedeckt sein. wahrscheinlich wird sich der waldbestand der welt um das jahr 2020 auf etwa ein siebtel der landfläche einpendeln.* (...)“. infotext-partikel* zitiert nach: Wälder und Forstwesen, in: Global 2000. Der Bericht an den Präsidenten. Titel der Originalausgabe: The Global 2000 Report to the President. Hrsg. Council on Environmental Quality und dem US-Aussenministerium. Gerald O. Barney, Study Director, Washington, U.S. Government Printing Office, 1980. Amerikanische Originalausgabe bei Blue Angel/Zweitausendeins. Deutsche Übersetzung u. Ausgabe bei Zweitausendeins, Frankfurt a.M. 1980, S. 313 fff. 

wald
(…) der baum ist vielleicht das symbol des kosmos (…); pflanzen brauchen unseren schutz (…) wir menschen können nicht ohne sie extistieren und würden ihr verschwinden nicht überleben (…)“. infotext-partikel* zitiert nach: Hallé, Francis. Éloge de la Plante, pour une Nouvelle Biologie. Éditions du Seuil, Paris 1999. Engl. Übersetzung u. Ausgabe: Hallé, Francis. In Praise of Plants, Timber Press, Inc. London, 2002, S. 38 (dt. Übers. v. A.M.)

9 atmosphäre
„(...) atmosphäre (altgriechisch τμός atmós, deutsch „dampf”, „dunst”, „hauch” und σφαῖρα sphaira, deutsch ‚kugel') steht für: erdatmosphäre, die gasförmige hülle der erde. atmosphäre (astronomie), die gasförmige hülle um einen himmelskörper. physikalische atmosphäre, historische maßeinheit des drucks(...)“. infotext-partikel* zitiert nach: wikipedia

10 shinrin-yoku (jp.) = wald-baden (d)
„(...) shinrin yoku ist wie eine brücke. indem es unsere sinne öffnet überbrückt es die kluft zwischen uns und der natur. (...) die kunst des waldbadens ist die kunst, sich durch alle sinne mit der natur zu verbinden. (...) biophilia, aus dem griechischen, bedeutet `liebe zum leben und der lebendigen welt ́(...). wir verspüren das biologische bedürfnis uns mit ihr zu verbinden (...). wälder beherbergen 80 prozent der artenvielfalt an landlebewesen auf der welt und 60.000 verschiedene baumarten. sie speichern mehr als 1 billion tonnen kohlenstoff, doppelt so viel, wie in der atmosphäre zu finden ist (...)“. infotext-partikel* zitiert nach: Li, Qing. Die wertvolle Medizin des Waldes. Rohwolt Polaris, Hamburg 2018; S. 24-25, S. 127, S. 283 ff.

11 aufmerksamkeit = achtsamkeit (d) = awareness = mindfulness (e)
„(...) achtsamkeit bedeutet, im hier und jetzt zu sein – und zwar nicht nur körperlich, sondern auch mental. ... achtsam sein bedeutet, diese bewertung sein zu lassen und sich auf das zu konzentrieren, was gerade außerhalb der gedanken ist. infotext-partikel* zitiert nach: www.planet-wissen.de

aufmerksamkeit = achtsamkeit (d) = awareness = mindfulness (e)
„(...) aufmerksamkeit und meditation arbeiten synergetisch, uns zu heilen und helfen uns, unser bestes zu sein (...) nach der alten taoistischen weisheit wird “durch das (aufmerksame) üben das etwas, was verborgen ist, feinsinnig. Dann wird dieses etwas, das feinsinnig ist, sichtbar (...)“. infotext-partikel* zitiert nach: Lane, Josh. Conscious Nature – The Art and Neuroscience of Meditating in Nature. New York USA, printed by BoD in Norderstedt 2019, S. 13 (dt. Übers. v. A.M.)

aufmerksamkeit (d) = mindfulness (e)
„(...) einige zustände von wirklichkeit sind teil der welt und im selben moment teil des selbst (...)“. infotext-partikel* zitiert nach: Metzinger, Thomas. BEING NO ONE. The Self-Model Theory of Subjectivity. Massachachusetts Institute of Technology, 2003. A Bradford Book. The MIT Press. Cambridge, Massachusetts and London, England. First MIT Press paperback edition 2004, S. 314 (dt. Übers. v. A.M.)

aufmerksamkeit (d) = mindfulness (e)
„(...) wir alle schwimmen ständig in einem unbewussten meer der interkorporalität, der zwischenkörperlichkeit, und spiegeln uns gegenseitig (...)“. infotext-partikel* zitiert nach: Metzinger, Thomas. Der Ego Tunnel. Berlin Verlag GmbH 2009, S. 243

aufmerksamkeit (d) = mindfulness (e)
„(...) `effortful mindfulness´ bedeutet unangestrengte achtsamkeit nach der tibetischen meditationslehre (...)“. infotext-partikel* zitiert nach: Thomas Metzinger in: Autonom? – die menschliche Gedankenwelt. Wie wir eine Bewusstseinskultur entwickeln können, darüber spricht Jürgen Wiebicke mit dem Philosophen Thomas Metzinger. WDR 5, Das philosophische Radio, 19.07.2021. 55:00 Min. WDR 5

12 vgl. anm. 1.

13 earth (e) = erde (d)
„(...) der dritte planet in der umlaufbahn der sonne und insgesamt der fünftgrösste. die erde ist der einzige bekannte planet, auf dem es leben gibt. die erde ist ebenso der einzige planet, auf dem wasser in flüssiger form existiert, das mehr als 70 prozent der erdoberfläche bedeckt (...)“. infotext-partikel* zitiert nach: https://www.thefreedictionary.com/earth (dt. Übers. v. A.M.)

14 haltestelle (d)
„(...) ein ort auf einer linie des öffentlichen personennahverkehrs, der von (...) öffentlichen verkehrsmitteln planmäßig oder zumindest regelmäßig angefahren wird (...)“. infotext-partikel* zitiert nach: wikipedia

15  vgl. anm. 3.

*infotext-partikel: eigene wortfindung, inspiriert von schwebeteilchen – luftbläschen mit pollen = *fussnote mit zitierter information aus text mit bibliografischem quellverweis und/oder weblink




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